Wissenswertes rund um den Hund


 

 

   Warum Hunde heulen

                                            

Unsere Vierbeiner haben verschiedene Wege, sich mitzuteilen, beispielsweise über die Stellung der Ohren oder der Rute. Auch Bellen und Knurren gehören häufig zum Alltag eines Tierhalters, insbesondere wenn das „Still sein“ noch nicht trainiert worden ist. Das Heulen ist ebenfalls eine Ausdrucksweise, die bei vielen Hunden nicht mehr ganz so ausgeprägt, jedoch noch immer vorhanden ist.

Revier- und Rudeldenken

Selbst in unseren kleinsten Lieblingen steckt irgendwo noch ein Stückchen Wolf. Alpha-Wölfe heulen, wenn sie zeigen wollen, dass sie Anführer des Rudels sind und um ihr Revier zu kennzeichnen. Vielleicht möchte also auch Ihr vierbeiniger Begleiter gerne der Leitwolf sein. Außerdem nutzen einige Rassen die Laute, um vor Gefahr zu warnen und zur Wiedervereinigung des Rudels. Kehrt also die ganze Familie zurück ins Haus, heult Ihr Vierbeiner als Ausdruck der Freude – ganz genau so, wie es sein wilder Artgenosse tun würde.

Bei Schmerzen und Angst

Heulen kann auch Ausdruck von Leid oder Angst sein, sei es physischer Schmerz (wie eine Verletzung) oder ein unangenehmes Geräusch (wie eine Polizeisirene). Außerdem reagieren manche Vierbeiner mit lautem Jaulen als Übersprungreaktion, wenn sie von einer Situation überfordert sind. Ein ebenfalls wichtiger Faktor, den sicher viele Halter kennen werden, sind Verlustängste – Sie verlassen die Wohnung und hören durch die geschlossene Tür das laute, verzweifelte Heulen Ihres Lieblings.

Gezieltes Training

Um Beschwerden von Nachbarn zu vermeiden und auch Ihrem Liebling zu helfen, sollten Sie den Grund des Heulens herausfinden und daran arbeiten. So können Sie zum Beispiel in kleinen Schritten Ihrem Hund beibringen, entspannt alleine zuhause zu bleiben. Gibt es keinen offensichtlichen Anlass für das Verhalten, empfehlen wir Ihnen, den Rat Ihres Tierarztes einzuholen, um möglicherweise versteckte Krankheiten festzustellen und zu behandeln. Auch ein professioneller Hundetrainer entdeckt häufig Zusammenhänge, die Sie als Halter nicht sofort als Ursache erkennen würden.

Foto: © Carola Schubbel/Adobe Stock

 

Quelle: Agila.de


 

 

 

 

Gewohnheitstiere: Rituale und Routine im Leben von Zwei- und Vierbeinern

Viele Katzen – und Hundehalter brauchen morgens keinen Wecker, denn ihre Lieblinge wissen ganz genau, wann es Zeit zum Aufstehen ist. Natürlich können sie nicht die Uhrzeit ablesen, ihr ausgeprägtes, intuitives Zeitgefühl reicht aber völlig aus.

Tick Tack - Die innere Uhr von Hunden und Katzen

Unsere Fellnasen orientieren sich anhand von Ereignissen und Lichtverhältnissen. Die Vierbeiner verknüpfen zum Beispiel den Sonnenaufgang mit ihrer ersten Tagesmahlzeit und wissen instinktiv, wann ihr Mensch nach Hause kommt. Jede Änderung des ritualisierten Tagesablaufes, beispielsweiße am Wochenende oder im Urlaub, verwirrt unsere Fellnasen.

Routine vs. Flexibilität

Manchmal möchte man vielleicht ausschlafen und ist man unterwegs kann es sein, dass sich die Fütterung verschiebt. Viele empfinden Routine auch als langweilig, aber gerade für unsere Vierbeiner sorgt ein geregelter Tagesablauf für Sicherheit, Struktur und Orientierung. Sowohl der Mensch als auch Hund und Katze sind Gewohnheitstiere. Gerade in stressigen Zeiten sorgen gefestigte Abläufe für weniger Energieverbrauch und Anstrengung. Glücksbotenstoffe werden ausgeschüttet und sorgen für Zufriedenheit. Routine kann also guttun und nebenbei ganz praktisch sein, wenn zum Beispiel der Freigänger immer zur üblichen Zeit nach Hause kommt. Bekommt Ihr Hund immer zur selben Zeit sein Futter, können Sie zum Beispiel auch besser abschätzen, wann es Zeit für einen Gassigang ist.

Vierbeiner als Strukturgeber

Manche Menschen haben Probleme ihren eigenen Alltag zu strukturieren und alltägliche, aber wichtige Dinge, zu erledigen. Dies trifft besonders häufig auf ältere Menschen zu. Aber auch bei Schicksalsschlägen, Arbeitslosigkeit, wenn die Kinder plötzlich aus dem Haus sind oder man in Rente geht, leiden Menschen unter dem Verlust von Gewohnheiten und Sicherheit. Dann kann ein Tier helfen. Denn selbst bei Krankheiten wie Alzheimer bleiben Dinge wie Fürsorge tief im Gedächtnis verankert. Ein Tier strukturiert durch seine Bedürfnisse den Alltag, erinnert die Besitzer an ihre eigenen Bedürfnisse und gibt ihnen das Gefühl, gebraucht zu werden.

Routinen, Gewohnheiten und Rituale – sie haben alle ihr Vor-und Nachteile. Ganz individuell sollten Sie für sich und Ihr Tier den passenden Rhythmus finden. Der amerikanische Psychologe und Philosoph William James hat gesagt: „Der Mensch lebt durch die Gewohnheit, aber für seine Aufregungen und Sensationen.“ Abwechslung tut uns gut und auch unsere Fellnasen erkunden gerne mal neue Gegenden. Gewöhnen Sie Ihr Tier deshalb auch an Ungewohntes, damit es nicht verängstigt oder gestresst reagiert, sollten Sie dann doch mal eine andere Tagesplanung haben.

Foto: © chalabala/fotolia.com

Quelle: Agila.de


 

Alle Jahre wieder: Parasiten

 

Die häufigsten Hunde- und Katzenparasiten

 

 

Viele Vierbeiner leiden in ihrem Leben mindestens einmal unter einem Parasitenbefall. Besonders mit den steigenden Temperaturen im Frühling steigt auch das Aufkommen der winzigen Schädlinge. Flöhe, Zecken & Co. sind nicht nur unangenehm für Hund und Katze – sie können sogar die Gesundheit der Vierbeiner schädigen. Wir geben Ihnen einen Überblick der häufigsten Hunde- und Katzenparasiten sowie Behandlungsmöglichkeiten.

Springender Blutsauger: Der Floh

Die flügellosen Insekten werden, je nach Geschlecht, ein bis vier Millimeter lang. Katzenhalter können jetzt etwas aufatmen: Der gemeine Floh befällt in der Regel eher Hunde als Katzen. Er versteckt sich im Fell der Vierbeiner und ernährt sich mit seinem kombinierten Stech- und Saugrüssel vom Blut seines Wirtes. Der Körper reagiert daraufhin häufig mit Juckreiz, Hautrötungen und Pusteln. Kleine dunkle Körnchen (Flohkot) im Fell und auf der Haut der Fellnase bestätigen den Verdacht eines Flohbefalls. Bleibt eine schnellstmögliche Behandlung aus, besteht die Gefahr, dass Bandwürmer und andere Krankheitserreger durch den Floh auf das Tier übertragen werden. Um die Parasiten effektiv zu bekämpfen, muss zunächst die Umgebung des Vierbeiners komplett gereinigt werden. Alle waschbaren Textilien sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen, Böden gewischt und sämtliche Liege- und Aufenthaltsplätze mit Flohbekämpfungssprays eingesprüht werden. Diese Sprays sind auch auf pflanzlicher Basis erhältlich. Zusätzlich sollte das Tier mittels Medikamenten vom Tierarzt behandelt werden.  

Geduldiger Begleiter: Die Milbe

Milben zählen zu den achtbeinigen Spinnentieren und erreichen eine Größe von weniger als einem Millimeter. Die Schädlinge leben überall dort, wo pflanzliche oder tierische Nahrung vorhanden ist. Insgesamt gibt es mehr als 20.000 verschiedene Milbenarten. Besonders häufig werden Hunde und Katzen dabei von Ohr-, Gras und Räudemilben befallen. Auch, wenn die Symptome eines Milbenbefalls dem eines Flohbefalls ähneln, sind sie in den meisten Fällen weniger stark ausgeprägt. Krankheitserreger werden in der Regel seltener übertragen. Daher werden Milben, anders als Flöhe, meist von Hund und Katze toleriert. Dennoch gibt es einige Milbenarten, die sehr unangenehm für unsere Vierbeiner werden können. Das Gemeine an den Parasiten: Sie „greifen“ ihre Wirtstiere nicht direkt an, sondern warten – häufig im Gras – auf eine „Mitfahrgelegenheit“. Bei einem starken Milbenbefall können Spot-On Präparate, Salben oder Puder sinnvoll sein. Diese sollten stets in Absprache mit einem Tierarzt genutzt werden.

Gefährliches Spinnentier: Die Zecke

Die Zecke gehört zur Gruppe der Milben. Weltweit gibt es gut 800 verschiedene Zeckenarten, davon 20 Arten bei uns in Deutschland. Die Parasiten saugen sich mit dem Blut ihres Wirtstieres voll und können dabei das Vierfache ihrer ursprünglichen Größe erreichen. Gefährlich macht die Zecke vor allem, dass sie Krankheiten wie Borreliose, Babesiose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen kann. Auch wenn Katzen nicht seltener von Zecken befallen werden als Hunde, scheinen sie dennoch weniger häufig unter den übertragenen, gefährlichen Krankheiten zu leiden. Der Blutsauger sollte mit Fingerspitzengefühl rückstandslos entfernt werden. Welches Zecken-Werkzeug sich dafür am besten eignet, ist Ansichtssache. Ob Zeckenzange, -haken oder -lasso: Der Parasit sollte in jedem Fall hautnah gefasst und langsam entfernt werden. Je länger eine Zecke sich bereits in der Haut ihres Wirtes verankert hat, sprich je größer sie ist, desto höher ist die Gefahr, dass Erreger übertragen wurden. Bei auffälligen Symptomen nach einem Zeckenbiss, sollte sicherheitshalber ein Tierarzt aufgesucht werden.

Hartnäckige Mitbewohner: Der Band- und der Spülwurm

Band- und Spülwürmer leben im Darm ihrer Wirtstiere. Mit ihrem Kopf verankern sie sich in der Darmwand und ernähren sich dort vom Nahrungsbrei des Tieres. Je nach Art können Bandwürmer einige Millimeter und bis zu 20 Meter lang werden. Spülwürmer erreichen eine Länge von bis zu 35 Zentimetern. Typische Symptome eines Bandwurmbefalls sind Verdauungsprobleme sowie eine Mangelversorgung des Tieres. Das Fell wirkt struppig und glanzlos, die Anfälligkeit für Krankheiten steigt und der Vierbeiner ist insgesamt schlapp und ausgelaugt. Ob eine Wurmprophylaxe, also die regelmäßige Gabe von Wurmkurpräparaten zur Vermeidung von Wurmbefällen, sinnvoll ist, ist umstritten. Wegen ihres hohen Anteils an chemischen Wirkstoffen sind die Mittel in Verruf geraten. Durch Beobachten des Verdauungsverhaltens (Durchfall, Verstopfung, Würmer im Kot) lässt sich ein Wurmbefall rechtzeitig erkennen und tierärztlich behandeln.

Quelle: Agila.de

Foto: © Schlegelfotos/fotolia.com


 

Ballspielen mit Hund: Reines Vergnügen oder Gefahrenquelle?

 

Ballspielen mit dem Hund gilt als Klassiker unter den Beschäftigungsmöglichkeiten für Zwei- und Vierbeiner. Doch hier und da kommt Kritik auf: Falsches Verhalten der Hundehalter kann schädliche Folgen für die Fellnasen nach sich ziehen. Stress, Frustration und auch gesundheitliche Folgen wie Gelenkprobleme sind nicht ausgeschlossen.

Ballspielen mit Hund: Stress und Frustration

Beim Ballspielen mit Hund sollte in erster Linie eines klar sein: Der Halter beginnt und beendet das Spiel – und wird nicht als Ballwurfmaschine betrachtet. So findet auch der Vierbeiner ein Ende und kann entspannen, ohne ständig nach dem nächsten Wurf zu betteln. Ein klassisches Ballspiel sieht meist so aus: Mensch wirft Ball - Hund apportiert. Für die Fellnase kann das eine tolle und auspowernde Beschäftigung sein. Der Jagdtrieb wird ausgelebt, zahlreiche Hormone (Adrenalin, Glückshormone) durchströmen den Körper. Das kann vom Hund jedoch auch als Stress empfunden werden: Je mehr dieser Hormone ausgeschüttet werden, desto mehr steigert sich der Vierbeiner hinein und verfällt in eine regelrechte Ekstase. Beendet der Mensch schlagartig das Spiel, während der Hund noch völlig aufgedreht ist, kann Frustration die Folge sein.

Gefahren für die Hundegesundheit

Tierphysiotherapeutin Sina Gratzke weist auf die möglichen gesundheitlichen Schäden hin: „Häufig beginnt schon der Start abrupt aus dem Stand oder der Drehung. Es wird unaufgewärmt einfach losgefetzt, manchmal springt der Hund auch nervös auf der Stelle auf und ab“.  Durch das abrupte Abbremsen und wieder Loslaufen entsteht laut Expertin eine hohe Belastung zahlreicher Gelenke (z.B. Ellenbogen-, Hüft- und Kniegelenk). „Zudem müssen auch Wirbelsäule und die Bandscheiben einiges aushalten, da diese mit einer enormen Belastung gestaucht werden“, so Sina Gratzke. „Durch die Ausschüttung von Adrenalin bei einem Ballspiel werden Schmerzen nicht wahrgenommen und ignoriert. Häufig merkt man erst Zuhause, dass der Hund etwas schwer hochkommt oder sogar humpelt“. Für den Vierbeiner können so langfristig Schäden am gesamten Bewegungsapparat entstehen.

Abwechslung ist das A und O

Um Frustration und Stress beim Ballspielen zu vermeiden, gilt es verschiedene Sinne des Hundes anzusprechen. Das Jagdspiel lässt sich beispielsweise hervorragend zum Suchspiel umfunktionieren. Der Ball wird vom Halter immer wieder versteckt und vom Vierbeiner gesucht. Hier findet vor allem eine Auslastung des Kopfes statt. So werden, anders als beim klassischen Ballspielen, die Gelenke geschont. Auch Tierphysiotherapeutin Sina Gratzke meint: „Man muss nicht auf ein Ballspiel verzichten, sondern sollte es nur etwas umgestalten“. Die Empfehlung der Expertin: „Zuerst sollte der Hund mit lockeren und kurzen Einheiten aufgewärmt werden, um ihn auf die körperliche Belastung im Spiel vorzubereiten. Um ein hyperaktives und aufgedrehtes Spielen zu vermeiden, kann man den Hund in eine feste Position wie zum Beispiel Steh oder Sitz bringen“. Auch eine Intensivierung des Apportierspiels kann sinnvoll sein und Ruhe ins Spiel bringen: Lassen Sie Ihren Vierbeiner zum Beispiel erst dann nach dem Ball suchen, wenn Sie das Signal dazu gegeben haben. Das steigert zudem den Gehorsam und die Impulskontrolle.

Quelle: Agila.de

 

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   10 Tipps für den sicheren Rückruf

 

Autor: Katrin Höfele

Wenn es eines gibt, das in der Hundeerziehung essentiell ist, ohne das es einfach nicht geht, dann ist es der Rückruf. Für viele Hundehalter stellt er eine der größten Hürden in der Hundeerziehung dar. Hundetrainerin Katrin Höfele hat 10 praktische Tipps für einen sicheren Rückruf.

  1. Ablenkung langsam steigern Wie jedes Kommando, sollte auch der Rückruf zunächst in ablenkungsarmer Umgebung geübt werden. Solange der Rückruf ohne Ablenkung nicht klappt, kann er auch mit Ablenkung nicht funktionieren. Die Schwierigkeit sollte langsam gesteigert werden: Zu Beginn reicht als Ablenkung oft schon ein Fahrradfahrer, der vorbeifährt. Die nächste Schwierigkeitsstufe bis hin zu fremden Hunden, sollte immer erst beschritten werden, wenn der Rückruf in der aktuellen Situation schnell und zuverlässig funktioniert.
  2. Rufen, obwohl es nicht nötig ist Meist rufen wir den Hund nur dann, wenn wir ihn von etwas abhalten wollen: Sei es das Laufen zu einem anderen Hund, das Fressen der Semmel auf dem Boden, das Jagen der verführerischen Enten im See – der Hund lernt auf diese Weise schnell, dass der Rückruf stets die Anwesenheit eines seiner bevorzugten Reize ankündigt – nur eben nicht beim Besitzer! Daher sollten Sie öfter rufen, wenn es eigentlich keinen Grund dazu gibt. Ein guter Tipp ist zudem, genau dann zu rufen, wenn der Hund gerade nichts zu tun hat, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass er kommt, am höchsten. So kreieren Sie ein Erfolgserlebnis und festigen den Rückruf mittels positiver Verstärkung.
  3. Nach dem Rufen nicht anleinen Viele Hunde verknüpfen den Rückruf mit dem Anleinen, insbesondere während des Hundespiels. Rufen Sie daher Ihren Hund öfter mal zu sich, belohnen ihn und erteilen ihm daraufhin die Erlaubnis, weiter zu laufen. So lernt er, dass der Rückruf nicht zwangsweise auch das Ende seiner Freiheit bedeutet.
  4. Eine „unsichtbare Leine“ kreieren Häufig passiert es, dass Ihr Hund zwar guckt und sich auf den Weg zu Ihnen macht, jedoch unterwegs einen spannenden Geruch oder eine andere Ablenkung wahrnimmt. Statt den Weg zu Ihnen fortzusetzen, konzentriert er sich nun auf den neuen Reiz. Daher ist es sinnvoll, Ihren Hund auf dem kompletten Weg zu Ihnen durchgehend zu motivieren. Gut geeignet sind einladende, anfeuernde Silben wie z.B. „Jajaja“ oder ein wahres „Feuer“ an Lobworten.
  5. Belohnungen variieren Ihr Hund ist schlau – so wird er auch im Nu überlegen, ob es sich wirklich lohnt, die Ente im See für Sie stehen zu lassen. Wenn Sie Ihren Hund stets mit derselben Belohnung motivieren, hat Ihr Hund die Möglichkeit, abzuwägen, was er besser findet. Wenn er jeden Tag Käse bekommt, wird er die Ente höchstwahrscheinlich spannender finden, denn er weiß ja, was ihn bei Ihnen erwartet. Daher ist es wichtig, Belohnungen zu variieren. Überraschen Sie Ihren Hund immer wieder mit etwas Neuem, z.B. einem neuen Leckerbissen oder einer ganz anderen Belohnungsform (z.B. Spiel, versteckte Leckerlis suchen usw.).
  6. Niemals für das Herankommen strafen Kommt Ihr Hund erst nach einer gefühlten Ewigkeit zurück, ist eine Strafe trotzdem nicht angebracht, denn sonst verknüpft Ihr Hund Sie mit negativen Gefühlen. Entsprechend wird er nächstes Mal noch länger weg bleiben, um Ihrer Strafe möglichst lange zu entgehen. Besser ist es, den Hund einfach zu ignorieren.
  7. Körpersprache beachten Achten Sie auf Ihre Körpersprache, während Sie Ihren Hund rufen: Eine nach vorne gebeugte Haltung wirkt auf viele Hunde bedrohlich, entsprechend wird Ihr Hund nicht gerne zu Ihnen kommen. Besser ist es, eine lockere, neutrale Haltung oder bei besonders unsicheren Hunden sogar eine leicht abgewandte Position einzunehmen. Bei Welpen hilft es häufig, in die Hocke zu gehen. Dies sollten Sie jedoch nach und nach wieder ausschleichen.
  8. Das richtige Kommando belohnen Belohnen Sie Ihren Hund wirklich für das Zurückkommen. Das heißt, dass Sie kein Sitz-Kommando von ihm fordern sollten, wenn er zurückgekommen ist. Wenn Sie dennoch möchten, dass Ihr Hund stets Sitz macht, nachdem er bei Ihnen angekommen ist, können Sie erst den Rückruf belohnen und anschließend das Sitz fordern. Noch besser klappt es, wenn Sie Ihren Hund mit dem Leckerli (in diesem Fall die Rückrufbelohnung) direkt in die Sitz-Position locken und ihm dann erst das Leckerli verabreichen. So lernt der Hund die Abfolge als ein komplettes Kommando, ohne, dass Sie extra noch ein „Sitz“ einbringen müssen.
  9. Der Ton macht die Musik Egal wie verärgert oder aufgewühlt Sie gerade sind – versuchen Sie einen freundlichen, einladenden Ton beizubehalten, wenn Sie Ihren Hund rufen. Sollte dies nicht möglich sein, konditionieren Sie Ihren Hund auf eine Pfeife. Diese klingt stets neutral und ist für den Hund in der Regel sehr weit hörbar.
  10. Wenn er trotzdem nicht kommt Sie haben alle Regeln befolgt, doch ihr Hund kommt trotzdem nicht zurück? Dann sollten Sie ihren Hund spätestens nach dem zweiten Rückruf-Versuch abholen. Denn jedes Mal, wenn Ihr Hund den Rückruf ignoriert, löst sich auch dessen Verknüpfung ein Stück weit auf. Strafen Sie Ihren Hund beim Abholen nicht, sondern nehmen ihn wortlos an Halsband oder Geschirr mit. Anschließend sollten Sie in Ruhe überlegen, wo der Fehler lag, z.B. könnte die Ablenkung noch zu groß gewesen sein, eine läufige Hündin könnte vor Ihnen im Park spazieren gegangen sein oder Sie selbst waren an diesem Tag einfach etwas gestresst und haben dadurch keine einladende Stimmung ausgestrahlt. Übrigens: Manche Hunde erfinden regelrechte Strategien, um den Rückruf zu vermeiden. So kann es vorkommen, dass ein Hund „zufällig“ immer genau dann trinken oder sein großes Geschäft erledigen muss, wenn er gerufen wird. Sollte Ihnen solch ein Verhalten häufiger auffallen, dürfen Sie Ihren Hund auch dabei unterbrechen und Ihren Rückruf durchsetzen. Anschließend sollten Sie ihm aber selbstverständlich die Möglichkeit geben, seine ursprünglichen Bedürfnisse zu befriedigen.

Über die Autorin

Katrin Höfele ist seit mehr als 6 Jahren als mobile Hundetrainerin tätig und hat sich auf die Welpenfrüherziehung und Problemhunde-Therapie spezialisiert. Durch ihre Erfahrungen weiß sie, wo bereits im Welpenalter die Grundsteine für spätere Verhaltensprobleme gelegt werden und wie sich diese vermeiden lassen. In der AGILA Hundetrainer-Sprechstunde beantwortet sie regelmäßig Fragen zum Thema Hundeerziehung.

Quelle: Agila.de  Autor: Katrin Höfele

 


 

Ohne Stress zum Tierarzt

 

Ob beim Tierarzt oder Friseur: Für ihr eigenes Wohl müssen unsere Lieblinge manchmal unbekannte und unangenehme Prozeduren über sich ergehen lassen. Mit dem Medical Training kann diesen Situationen der Stress für Hund und Halter genommen werden.

Kontrollverlust vermeiden

In Zoos wird das Medical Training, meist durch Nutzung verschiedener Click-Signale, bereits lange angewandt. Für Affe, Elefant & Co stellt es eine unterhaltsame Beschäftigung dar, die gleichzeitig wichtige Pflegemaßnahmen erleichtert – kein Wunder also, dass es inzwischen auch in privaten Haushalten vermehrt angewandt wird. Unseren Vierbeinern können wir nicht mit Worten erklären, was auf sie zu kommt und warum zum Beispiel das Krallenschneiden wichtig ist. Dieser Schrecken des Unbekannten wird umgangen, indem durch Signale bestimmte Vorgehensweisen angekündigt werden. Gleichzeitig kann der Hund Verhaltensweisen als lustige Tricks  ansehen. Zum Beispiel muss seine Pfote nicht weggezogen und festgehalten werden, wenn er sie freiwillig hebt und damit das Gefühl der Kontrolle über die Situation nicht verliert.

Mit Geduld zum Ziel

Medical Training ist sehr kleinschrittig aufgebaut, wodurch große Hürden langsam überwunden werden können, ohne die Fellnase zu verwirren oder zu überfordern. Es erfordert viel Übung und Geduld, wenn der Vierbeiner an bestimmte Berührungen oder Positionen gewöhnt werden soll. Dies ermöglicht jedoch ein punktgenaues Bestärken des Wunschverhaltens. Die Übungen sollen dem Hund Spaß machen und für ihn eine Form der Unterhaltung darstellen, die sich nach einiger Zeit in ursprünglich unangenehmen Situationen bezahlt macht.

Tipps für Übungen

Sie können bereits zuhause anfangen, Ihren Hund an bestimmte Berührungen und Bewegungen zu gewöhnen: Legen Sie Ankündigungsbegriffe fest und öffnen Sie dann zum Beispiel vorsichtig den Mund Ihres Lieblings, um seine Zähne zu begutachten. Dasselbe gilt für weitere typische Maßnahmen, wie das Abtasten des Körpers oder das Anheben der Pfoten. Der Hund lernt die Signale kennen und weiß, was auf ihn zukommt. Daneben ist auch das Einstudieren einiger Tricks hilfreich, zum Beispiel das Ablegen des Kinns auf der Hand oder das selbstständige Hinlegen auf die Seite. Dabei fördert immer eine Bestärkung, beispielsweise durch Leckerlies, eine positive Assoziation mit diesen ursprünglich ungewohnten Situationen. Wichtig ist, dass Sie nichts erzwingen, um einen gegenteiligen Effekt zu vermeiden.

Keine Angst vor Arztbesuchen

Ein Tierarztbesuch kann stressfrei vonstattengehen, wenn Ihr Liebling gelernt hat, auf Ihre Signale zu achten und freiwillig stillzuhalten. Dabei können Untersuchungen schneller erfolgreich ablaufen, da der Tierarzt nicht mehr zwischen Schmerz-, Angst- und Abwehrreaktionen unterscheiden muss. Daneben beugen Sie unerwünschtem Verhalten wie Flüchten oder Beißen vor. Beim Medical Training gibt es einiges zu beachten, weshalb die Hilfe eines professionellen Trainers ratsam ist. Mit etwas Übung und einem guten Tierkrankenschutz können Sie und Ihr Hund entspannt auf die kommenden Tierarztbesuche blicken.

Quelle: Agila.de


 

Nach der Welpenübergabe
Welpenspaziergang: Stehen oder gehen? 

                                                         

Wenn ein Welpe bei seinen neuen Haltern einzieht, wollen diese vor allem mit ihm spielen,
kuscheln und spazierengehen – und das am liebsten rund um die Uhr. Aber stopp! Die Tierärztin
und Verhaltenstherapeutin Celina del Amo rät, die Qualität und die Summe aller Reize zu
kontrollieren, die auf den Winzling hereinstürmen.
Dies gelte vor allem dann, wenn es sich um einen eher schüchternen bis ängstlichen Welpen
handelt. Fühlt er sich gestresst und unwohl, so ist ein geduldiges „Spazierenstehen“ einem
normalen Spazierengehen vorzuziehen. Geben Sie den neuen Welpenhaltern den Tipp, dass es
nicht darauf ankommt, die laut Alter angegebene Strecke oder Zeit laufend zu absolvieren (was
ja ohnehin nur ein grober Richtwert ist), sondern dem Kleinen Zeit zu lassen um sich
zurechtzufinden und seine Umgebung zu untersuchen. Er braucht jetzt Rückhalt und
Unterstützung von seiner neuen Familie um sich wohlzufühlen. Selbstverständlich sollte dies
ohne viel Aufhebens erfolgen. Erst, wenn der kleine Racker mutiger und lockerer wird, können
die Ablenkungen und Umweltabenteuer gesteigert werden. Dann wird aus dem Spazierenstehen
ganz von allein ein Spazierengehen.

Quelle: MARS Petcare PET PROFI Service


                                                                                

Warum leben kleine Hunde länger als große?
Studie zur Lebenserwartung in Abhängigkeit von der
Körpergröße


Dackel können bis zu 20 Jahre alt werden, Deutsche Doggen erleben hingegen oft nicht einmal
ihren zehnten Geburtstag. Ein Grund dafür könnte im schnellen Wachstum als Welpe liegen.
Grundsätzlich ist es im Tierreich so, dass große Tiere länger leben als kleine. Bei den
Hunderassen ist die jedoch umgekehrt. US-Forscher haben nun vermutlich die Lösung für
dieses Phänomen gefunden. Dazu haben Josh Winward und Alex Ionescu von der Colgate
University in New York 80 Gewebeproben von Welpen und ausgewachsenen Hunden großer
und kleiner Hunderassen analysiert und verglichen. Der Fokus ihrer Analysen lag dabei auf
freien Radikalen und Stoffwechselprodukten, die auf erhöhten Zellstress durch diese
aggressiven Moleküle hindeuten.
Zur Überraschung der Forscher gab es beim Radikalgehalt der ausgewachsenen Hunde keine
Unterschiede zwischen großen und kleinen Rassen. Dafür aber fanden sich bei den großen
Hunden erhöhte Mengen von Gluthation, einem als Antioxidans wirkenden Molekül.
Eine wahre Schwemme dieser schädlichen freien Radikale fanden die Forscher in den Zellen
der jungen Doggen, Wolfshunde und anderen großen Rassen. Bei den Welpen der kleinen
Hunderassen fehlte dieser Radikalüberschuss.
Nach Ansicht der Forscher könnte das schnelle Wachstum der Welpen großer Hunderassen
hinter diesem Phänomen stecken – und vielleicht auch hinter ihrer Kurzlebigkeit. Weil Dogge
und Co in kurzer Zeit viel an Größe und Gewicht zulegen müssen, läuft ihr Stoffwechsel im
Welpenalter auf Hochtouren. Das jedoch erzeugt einen oxidativen Stress, der schon in jungem
Alter die Zellen der Hunde nachhaltig schädigen kann. Werden diese großen Hunderassen dann
erwachsen, könnten diese aus der Jugend stammenden Zellschäden dazu beitragen, dass sie
schneller altern. Sie büßen sozusagen im Alter dafür, dass sie als Welpen so schnell groß
werden mussten. Bei anderen großen Säugetieren tritt dieser Effekt nicht auf, weil sie im
Vergleich zu kleineren Tierarten sehr viel langsamer wachsen.

 

Quelle: MARS Petcare PET PROFI Service


 

Musik wird schon sehr lange in der Therapie mit Menschen eingesetzt. Aber auch Hunde zeigen starke Reaktionen auf Musik.

Die Wirkung von Musik auf Hunde    

Forscher der University of Queensland in Belmark haben bereits vor ein paar Jahren herausgefunden, wie sich verschiedene Musikrichtungen auf unsere vierbeinigen Freunde auswirken. Das Ergebnis ist keine wirkliche Überraschung. Heavy Metal lässt auch gestandene Fellnasen nicht kalt. Die tierischen Probanden wurden unruhig, aufgekratzt und bellten häufiger. Eine noch größere Wirkung konnten Bach, Mozart & Co. erzielen: Bei sanfter, klassischer Musik wirkten die Hunde sehr ruhig, ausgeglichen und dösten vor sich hin. Klar, dass dieses Ergebnis auch genutzt wird!
                                                     
Musikalisches Hundetraining
Einige Hundetrainer setzen Musik zur Unterstützung beim Training von ängstlichen Hunden ein, z.B. wenn sie lernen sollen, stressfrei alleine zu Hause zu bleiben.  Barbara Nehring aus Berlin hat sich intensiv mit Stress bei angstmotivierten Hunden beschäftigt und dabei den Einsatz von spezieller Hundeberuhigungsmusik für sich entdeckt. Sie erklärt: „Der Rhythmus ist so ruhig, dass das Einfluss auf den Puls hat, der auch ruhiger wird.“

https://www.youtube.com/watch?v=-oYHgLfV7yg

Die Musik wird zunächst positiv verknüpft, in dem sie nur in ruhigen und harmonischen Situationen zu Hause eingesetzt wird. Unterstützend setzt Barbara Nehring auch Massagetechniken und Gerüche ein. Außerdem spielt die richtige Ernährung bei der Therapie eine wichtige Rolle.


Töne zum Heulen
Ebenfalls nicht neu, aber absolut faszinierend, ist die Wirkung von Sirenen und bestimmten Musikinstrumenten auf Hunde. Unsere Wohnzimmerwölfe nehmen Töne und Schwingungen wahr, die uns Menschen verborgen bleiben. Bis heute ist deshalb nicht ganz eindeutig geklärt, warum die Vierbeiner mit herzzerreißendem  Heulen und Jaulen auf bestimmte akustische Reize reagieren. Die bisherige Annahme, dass die Geräusche im Ohr wehtun, ist aber so gut wie ausgeschlossen. In diversen Videos kann man nämlich beobachten, dass die Fellnasen keineswegs die Flucht ergreifen, sondern sich zum Ton hin bewegen. Wer selbst einen musikalischen tierischen Gefährten zu Hause hat und wissen möchte, was es mit dem „Gesang“ auf sich hat, kann sich im Wolf Science Center auf die Spuren der wilden Vorgänger begeben.

Quelle: Agila.de


 

 

Fehler beim Streicheln:

Wann Ihr Hund das Kuscheln wirklich geniesst

                                                                                             

Es fällt wahrscheinlich jedem Besitzer schwer, den eigenen Hund nicht andauernd zu streicheln und zu herzen. Der süße Blick, das flauschige Fell oder die niedliche Schnauze bringen uns Menschen regelmäßig in Verzückung. Nur wann und wo genießen Hunde die Kuscheleinheiten wirklich und wann sollte man sie lieber in Ruhe lassen? Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengeschrieben: Damit können Sie Ihren Vierbeiner richtig verstehen und auch verwöhnen.

Auf die Situation kommt es an

Kuscheln und Streicheln machen nicht nur Spaß, sondern sind auch unheimlich wichtig für die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Körperliche Nähe schafft Zuneigung, Geborgenheit und Vertrauen. Doch auch ein Hund möchte nicht ständig bemuttert werden. Gerade beim Herumtollen und Spielen mit anderen Hunde sollte Sie Ihren Liebling in Ruhe lassen, damit er seinen Bedürfnissen nachgehen kann. Auch wenn das Streicheln neben der verbalen Zuneigungsbekundung in unserem Verständnis oft ein Zeichen der Belohnung ist, gibt es in gewissen Situationen passendere Möglichkeiten, seiner Fellnase zu zeigen, daß sie etwas gut gemacht hat. Beim Training möchten viele Hunde als Belohnung zum Beispiel lieber Leckerlies statt Streicheleinheiten.

Mit dem Streicheln sollten Sie außerdem sparsam sein, wenn Sie mit Ihrem Hund gerade in eine fremde Umgebung kommen, wie zum Beispiel bei einem Besuch bei Freunden in eine noch unbekannte Wohnung. Ihre Fellnase kann in solchen Momenten vorerst verängstigt oder verunsichert sein und möchte sich voll und ganz auf die fremden Eindrücke konzentrieren. Natürlich muss Ihr Hund Ihre Nähe aufsuchen dürfen, wenn er sie braucht, zu viel Streicheln kann ihn aber in der Reizaufnahme stören und sein ängstliches Verhalten sogar bestätigen.

Abends sollten Sie Ihren Vierbeiner genau beobachten, denn auch Hunde können gestresst und ausgepowert vom Tag sein. Anstatt mit Ihnen vor dem Fernseher zu kuscheln, kann es sein, dass Ihr Liebling die Zeit in Ruhe an seinem Lieblingsplatz verbringen möchte. Wenn Ihr Hund beim Streicheln nicht auf Sie eingeht oder sich sogar gelangweilt wegdreht, lassen Sie es gut sein, er wird sich erst einmal zurückziehen und von allein für Kuscheleinheiten zu Ihnen kommen.

Körpersprache verstehen und nutzen

Sie werden es selbst merken: Wenn Ihr Hund sich gerade sportlich betätigt, dreht er oft den Kopf weg oder duckt sich, wenn Sie ihn streicheln wollen. Er ist aufgeregt und wird durch Ihr Streicheln außerdem vom Training abgelenkt. Vermeiden Sie es daher,  mitten im Sport oder Training zu streicheln. Sobald sich Ihr Vierbeiner beruhigt hat und das Training beendet ist, dürfen Sie ihn wieder ganz viel knuddeln.

Ein freundschaftlicher Klaps an die Seite oder auf den Rücken ist nett gemeint - wird aber leider nicht verstanden, weil Hunde das in ihrem Verständnis von Körpersprache und Verhalten untereinander nicht einordnen können. Vielmehr wäre ein leichtes Anstupsen die bessere Alternative. Junge Hunde stupsen sich untereinander an, um sich die Scheu zu nehmen oder eine Unterwerfung zu bezeugen. Der ranghöhere Mensch fordert den Hund dadurch auf, zutraulicher zu werden. Hunde werben außerdem umeinander, indem sie sich den Ohrenbereich lecken und beknabbern. Dieser Bereich ist deshalb beim Streicheln und Kraulen besonders beliebt.

Auch das Kraulen am Bauch gefällt Hunden in der Regel sehr gut. Einige glauben, dass das Bauchkraulen ein Zeichen der Unterwerfung ist. Tatsächlich möchten Hunde mit dem Freilegen ihres Bauches aber in erster Linie ihr Vertrauen ausdrücken. Wenn Sie Ihren Liebling dann dort streicheln, ist dies ein willkommenes Zeichen Ihrer Zuneigung. Schon Welpen recken ihren Bauch der Mutter entgegen, damit sie ihn ablecken und die Verdauung anregen kann. Wie viele Menschen lieben auch die meisten Hunde eine ausgiebige Rückenmassage. Machen Sie zum Beispiel mit Ihren beiden Daumen kreisende Bewegungen rechts und links neben der Wirbelsäule und sorgen so auf dem ganzen Rücken für Entspannung.

Jeder Hund hat seine individuellen Vorlieben, um sich sprichwörtlich „pudelwohl“ zu fühlen. Es liegt an Ihnen, sie herauszufinden.

Quelle: Agila.de


 

 

 

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